Rund 15% der Bundesbürger leiden unter Schlafstörungen. Wer nachts nicht richtig zur Ruhe kommen kann, leidet tagsüber neben der Müdigkeit auch an Konzentrationsschwäche. Der Körper verfällt in einen ständigen Stresszustand.
Schlafstörungen kann in vielen verschieden Arten auftauchen. Die häufigsten Störungen des Schlafs sind Einschlaf – und Durchschlafstörungen, auch primäre Insomnie genannt. Bei Einschlafstörungen handelt es sich, wenn der Betroffene mehr als eine halbe Stunde zum Einschlafen braucht. Durchschlafstörung hingegen löst häufiges Aufwachen pro Nacht (drei bis viermal) aus. Zudem kann man in den nächsten dreißig Minuten nicht wieder einschlafen.
Wer unter diesen, oder unter anderen Arten von Schlafstörungen leidet, braucht trotz Vielzahl an Schlaftabletten nicht gleich zu den kleinen Pillen greifen. Um möglichst problemlos die Nacht durchzuschlafen gibt es einige Ratschläge, auf die man achten kann:
- Vor dem Schlafen gehen kein Nikotin, oder koffeinhaltige Getränke, wie Cola oder Tee zu sich nehmen
- Auch auf den Genuss von Alkohol sollte man vor dem Schlafen gehen verzichten
- Kein schweres oder reichhaltiges Abendessen. Ein kleiner Nachtimbiss kann jedoch schlaffördernd sein.
- Vor dem Schlafgehen keine großen sportlichen Aktivitäten mehr betreiben, da sonst der Kreislauf zu sehr angeregt wird.
- Immer für genügend frische und kühle Luft sorgen. Zudem sollte das Zimmer gut abgedunkelt werden.
- Wer wach wird und nicht wieder einschlafen kann, sollte nicht im Bett liegen und verzweifelnd Schafe
zählen. Es empfiehlt sich aufzustehen und sich mit kleinen Beschäftigungen ablenken.
- Auch sollte man, so weit wie es möglich ist, sich an regelmäßige Schlafenszeiten einhalten.
Bei denjenigen, die trotz der Ratschläge immer noch Probleme mit dem nächtlichen Schlaf haben, hält die Naturmedizin noch einige Tipps bereit. Hilfreich sind Entspannungstechniken, wie Autogenes Training, oder Yoga.
Auch mit einfachen Hausmitteln kann man den Kampf gegen Schlafstörungen antreten. Verschieden Teesorten, wie zum Beispiel Fencheltee können zur erhofften Ruhe führen. Neben kalten Wadenwickel wird auch empfohlen, sich nachts nasse Socken anzuziehen. Dazu sollte man am besten Baumwollsocken in kaltes Wasser tauchen, auswringen und anziehen. Damit aber keine Sauerei im Bett entsteht, am besten noch zwei paar trockene Socken darüber ziehen.
Trotz aller Vorsorge sollte man bei manchen Situationen einen Arzt aufsuchen. Darunter zählen, wenn die Schlafstörungen länger als zwei Wochen andauern, oder wenn es während der Schwangerschaft, bzw. Stillzeit Probleme mit dem Schlaf gibt. Auch wenn zusätzlich andere Beschwerden, wie z.B. am Herzen auftauchen, oder Arzneimittel als Auslöser von Schlafstörungen verantwortlich sind, sollte man den Weg zum Doktor antreten.
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